Healthy Building Movement
Health Score Tool 1.0 · Version 1.4
Healthy Building Movement

Health Score Tool

Bewerten Sie die Gesundheits- und Wohlbefindens­qualität Ihres Gebäudes systematisch anhand etablierter Normen und Richtwerte.

Bitte geben Sie uns anschließend ein Feedback, wie Ihnen die diese Bewertung der gesundheitlichen Qualität Ihres Gebäudes gefallen hat und was wir an dieser Mini-App noch verbessern können. Bitte nutzen SIe dazu den folgenden Link:

Link zum Bewertungsformular bei Google

Danke!

  • Einfache und praxisnahe Bewertung der gesundheitlichen Qualität von Gebäuden
  • Fokus auf Gesundheit und Wohlbefinden statt komplexer Nachhaltigkeitsbewertungen
  • Berücksichtigt zentrale Faktoren wie Außen- und Innenraumluftqualität, Raumklima und Nutzerkomfort
  • Frühzeitig in der Planungsphase anwendbar, wenn Optimierungen noch einfach umsetzbar sind
  • Geeignet für Wohngebäude, Büro- und Verwaltungsgebäude sowie Schulgebäude
  • Ergänzt den Resource Score für eine ganzheitliche und nachvollziehbare Gebäudebewertung

Wie funktioniert der Health Score?

Zwei Ebenen der Bewertung 1. Gesundheits-Parameter wirken als Mindestanforderungen. Werden sie nicht eingehalten, wird der Score auf E–G begrenzt.

2. Wohlbefindens-Parameter bestimmen die finale Bewertung von A bis E
ScoreBedeutung
AAusgezeichnete Qualität
BGute Qualität
CBefriedigende Qualität
DAusreichende Qualität
EMangelhafte Qualität
FSchlechte Qualität
GGesundheitlich bedenklich

Gebäudetyp auswählen

Wohngebäude
Mehrfamilienhäuser, Häuser
Büro/Verwaltung
Büros, Verwaltung
Schulgebäude
Schulen, Bildung

Gesundheits-Parameter 1/6

Outdoor Air (ODA)

Ermittlung der Außenluftqualität am Gebäudestandort

Hinweis
Der ODA-Wert beschreibt die Qualität der Außenluft am Gebäudestandort.
Da Außenluft als Frischluft ins Gebäude gelangt, beeinflusst sie maßgeblich die Innenraumluftqualität.
Je schlechter die Außenluft (ODA 2 oder 3), desto höhere Anforderungen bestehen an Filterung und Luftreinigung.

Was bedeuten ODA 1–3?
ODA 1 = unbelastete Lage (Land, Kleinstadt, Wohngebiet).
ODA 2 = mäßig belastete Lage (Stadtgebiet mit spürbarem Verkehr).
ODA 3 = erhöht belastete Lage, z. B. durch Nähe zu stark befahrenen Straßen, Industrie oder intensiver Landwirtschaft.

Google Maps – zur Distanzbestimmung der relevanten Abstände
Umweltbundesamt – Luftqualitätsindex (PM2,5, PM10, NO₂ je Messstation) · IQAir World Air Quality Map – Feinstaub am Standort international vergleichen

ODA 1 – Alle Kriterien müssen erfüllt sein:

ODA 3 – Eines genügt:

50 Hektar entsprechen etwa 70 Fußballfeldern – typisch für große Gewerbe-, Chemie- oder Industrieparks (z. B. Werksgelände größerer Industrieunternehmen). Kleinere Gewerbegebiete oder einzelne Betriebe fallen meist darunter. Die Fläche und den Abstand können Sie z. B. über Google Maps (Messwerkzeug) grob abschätzen.

Gesundheits-Parameter 2/6

Radon

Bewertung der Radonbelastung der Bodenluft

Hinweis
Die Radonbelastung ist abhängig vom Standort und kann die Innenraumluft erheblich beeinflussen.
In Gebieten mit mittlerem oder hohem Belastungspotenzial sind bauliche Schutzmaßnahmen erforderlich.
Bei hoher Belastung muss zusätzlich nachgewiesen werden, dass der Referenzwert für die Raumluft von 300 Bq/m³ (Jahresmittelwert, § 128 StrlSchG) eingehalten wird – dieser Wert bezieht sich auf die Raumluft und ist nicht direkt mit der Bodenluft-Konzentration vergleichbar.

Achtung Einheit: Das BfS-Geoportal zeigt die Bodenluft-Konzentration in kBq/m³ (Kilo-Becquerel) an, z. B. "40" statt "40.000". Die Auswahl unten ist bereits in kBq/m³ angegeben, damit sie direkt mit der Kartenlegende abgeglichen werden kann.

BfS Radon-Karte (DE) · RIVM (NL)

Schritt 1: Radonbelastung am Standort

Bänder entsprechen der Legende des BfS-Geoportals. Niedrig < 40 kBq/m³ · Mittel 40–80 kBq/m³ · Hoch > 80 kBq/m³.
Gesundheits-Parameter 3/6

Innenraumtemperatur

Sommerlicher Wärmeschutz nach DIN 4108-2 (nur Wohngebäude)

Hinweis
Die Innenraumtemperatur ist ein zentraler Faktor für Gesundheit und Wohlbefinden.
Zu hohe Temperaturen im Sommer können zu Hitzestress und gesundheitlichen Belastungen führen.
Die Bewertung erfolgt gemäß DIN 4108-2 und gilt nur für Wohngebäude, da hier ein dauerhafter Aufenthalt und Schlaf stattfindet.
In anderen Gebäudetypen (z. B. Büros oder Schulen) sind die Nutzungszeiten begrenzt, weshalb andere Bewertungsmaßstäbe angewendet werden.

App zur Bestimmung der Innenraumtemperatur · Klimaregion (A/B/C) per Karte bestimmen

Was bedeuten "maximale Übergradstunden"?
Kelvinstunden (Kh) messen, wie stark und wie lange der Bezugswert überschritten wird: 1 K Überschreitung über 1 Stunde = 1 Kh. ("K" = Kelvin, hier gleichbedeutend mit einer Temperaturdifferenz in °C.)
Beispiel: Liegt die Raumtemperatur 600 Stunden im Jahr um 2 K (also 2 °C) über dem Bezugswert von 26 °C (d. h. bei 28 °C), ergibt das 600 × 2 = 1.200 Kh/a – das zulässige Budget ist damit bereits ausgeschöpft. Je stärker die Überschreitung, desto schneller ist das Budget aufgebraucht.
RegionBezugswert [°C]Max. Übergradstunden [Kh/a]
A – Mittelgebirge / Küste251.200
B – Andere Regionen261.200
C – Oberrheintal, Bodensee271.200
Ist Ihnen das nicht bekannt? Wählen Sie „Teilweise / Unsicher" – darunter beantworten Sie stattdessen einfache, beobachtbare Fragen (z. B. Sonnenschutz, Nachtlüftung).

Proxy-Fragen

Raumtemperaturen regelmäßig über 26–27 °C im Sommer?
Außenliegender Sonnenschutz vorhanden?
Große Süd-/Westfenster ohne ausreichende Verschattung?
Effektive Nachtlüftung möglich?
Aktive Kühlung vorhanden?
Gesundheits-Parameter 4/6

Feinstaub PM2,5

Bewertung nach deutschem Grenzwert – mit Hinweis auf WHO-Richtwerte ab 2030

Hinweis
Feinstaub (PM2,5) besteht aus sehr kleinen Partikeln, die tief in die Lunge eindringen und die Gesundheit beeinträchtigen können.
Die Belastung hängt stark von der Außenluftqualität (ODA-Wert) ab.
In belasteten Gebieten sind daher Luftfilter erforderlich, um die Innenraumluft gesundheitlich unbedenklich zu halten.

IQAir World Air Quality Map – Feinstaub am Standort prüfen
Gesundheits-Parameter 5/6

Stickstoffdioxid NO₂

Luftreinigung in ODA 3 Gebieten (Zuluft ≤ 20 µg/m³)

Hinweis
Stickstoffdioxid (NO₂) ist ein Luftschadstoff, der vor allem durch Verkehr und industrielle Emissionen entsteht.
Eine erhöhte Belastung kann die Atemwege reizen und die Gesundheit beeinträchtigen.
In Gebieten mit hoher Außenluftbelastung (ODA 3) ist daher eine Luftreinigung erforderlich, um gesundheitlich unbedenkliche Innenraumluft sicherzustellen.
Bei ODA 3: Zuluft muss ≤ 20 µg/m³ NO₂ einhalten.

Proxy-Fragen

Mechanische Lüftungsanlage mit kontrollierter Zuluft?
Aktivkohlefilter für NO₂ vorhanden?
Luftansaugung in ausreichendem Abstand zu stark befahrener Straße?
Gesundheits-Parameter 6a/6

VOC – Flüchtige organische Verbindungen

TVOC-Zielwert < 0,3 mg/m³

Hinweis
Flüchtige organische Verbindungen (VOC) können aus Baumaterialien, Farben, Klebstoffen und Möbeln ausgasen. Für ein gesundheitlich unbedenkliches Gebäude verlangt der Health-Score ein Planungskonzept zur Einhaltung des Zielwerts für die Gesamt-VOC-Konzentration (TVOC) von unter 0,3 mg/m³ (Stufe 1).
Im Health Score wird geprüft, ob die VOC-Belastung begrenzt wird, um eine gesundheitlich unbedenkliche Innenraumluft sicherzustellen.

Datenbank zur Prüfung, ob Baumaterialien sicher sind
Erhöhtes VOC-Risiko bei: Farben/Lacke, Klebstoffe, Bodenbeläge, Holzwerkstoffe, Dichtungsmassen.
Gesundheits-Parameter 6b/6

Formaldehyd

Grenzwert: 60 µg/m³ Innenraumluft

Hinweis
Formaldehyd wird aufgrund seiner krebserregenden Wirkung gesondert betrachtet. Auch hier fordert der Health-Score ein Konzept zur Einhaltung eines strengen Grenzwertes von 60 µg/m³ in der Innenraumluft.

Messgerät zur eigenen Formaldehydmessung · Datenbank zur Prüfung, ob Baumaterialien sicher sind

Kann man anhand der folgenden emissionsarmen Zertifikate erkennen (siehe Datenbank): Indoor Air Comfort GOLD, EC1+, Blauer Engel, eco-INSTITUT oder GUT.

Wohlbefindens-Parameter

Die Gesundheitsparameter sind abgeschlossen. Nun folgen die Wohlbefindens-Parameter, die die finale Note bestimmen.

Wie die Wohlbefindens-Parameter wirken Je besser diese Kriterien erfüllt sind, desto höher der erreichbare Score (A–C).
Wohlbefindens-Parameter 1/9

Temperaturkomfort

Thermische Behaglichkeit nach DIN EN 16798-1

Hinweis
Die Temperatur ist ein zentraler Faktor für das thermische Wohlbefinden der Nutzer.
Sie beschreibt, wie angenehm die Innenraumbedingungen im Alltag empfunden werden.
Im Health Score wird die Temperatur im Rahmen der Wohlbefindens-Parameter bewertet, z. B. anhand von Komfortkategorien nach DIN EN ISO 7730.
Im Gegensatz zu den Gesundheitsparametern handelt es sich hierbei nicht um eine Mindestanforderung, sondern um ein Qualitätsmerkmal: Je besser der thermische Komfort, desto höher fällt die Bewertung im Health Score aus.

Auslegungskategorie auswählen:

I
Sehr hoch
16°29°
Winter min.21 °C
Winter max.23 °C
Sommer max.25,5 °C
Feuchte30–50 %
II
Hoch
16°29°
Winter min.20 °C
Winter max.24 °C
Sommer max.26 °C
Feuchte25–60 %
III
Mittel
16°29°
Winter min.18 °C
Winter max.25 °C
Sommer max.27 °C
Feuchte20–70 %
IV
Niedrig
16°29°
Winter min.< 18 °C
Winter max.> 25 °C
Sommer max.> 27 °C
Feuchtekeine
?
Unsicher
→ Proxyöffnen

Proxy-Fragen

DIN 4108-2 eingehalten?
Außenliegender automatischer Sonnenschutz?
Dreifachverglasung vorhanden?
Sehr hoher Dämmstandard? (U-Wert Außenwand ca. 0,20–0,24 W/(m²·K) oder besser)

Nutzerbeeinflussbarkeit

Wohlbefindens-Parameter 2/9

Kohlendioxid (CO₂)

Luftqualität und Lüftungsdimensionierung

Hinweis
Die Kohlendioxidkonzentration (CO₂) ist ein wichtiger Indikator für die Luftqualität und den Lüftungszustand eines Raumes.
Hohe CO₂-Werte können zu Müdigkeit, Konzentrationsproblemen und einem verminderten Wohlbefinden führen.
Im Health Score wird CO₂ im Rahmen der Wohlbefindens-Parameter bewertet.
Dabei gilt: Je niedriger die CO₂-Konzentration und je besser die Luftqualität, desto höher ist der erreichbare Score.

Die Außenluft bezeichnet hierbei die Luftaustauschrate, also wie viel frische Luft pro Person zugeführt wird (in Liter pro Sekunde, l/s·P – zur Einordnung zusätzlich in m³/h·P angegeben).

Eine bedarfsgeregelte Anlage (stufenlos oder in Stufen regelbar, z. B. CO₂- oder präsenzgesteuert) erreicht in der Regel die höheren Kategorien (I/II). Eine Anlage mit reinem Ein/Aus-Betrieb (fester Volumenstrom, nicht bedarfsgeregelt) entspricht eher den niedrigeren Kategorien (III/IV).
I
Sehr hoch
Außenluft10 l/s·P (36 m³/h·P)
CO₂ über AL≤350 ppm
II
Hoch
Außenluft7 l/s·P (25,2 m³/h·P)
CO₂ über AL≤500 ppm
III
Mittel
Außenluft4 l/s·P (14,4 m³/h·P)
CO₂ über AL≤800 ppm
IV
Niedrig
Außenluft2,5 l/s·P (9 m³/h·P)
CO₂ über AL≤1200 ppm
?
Unsicher
→ Proxyöffnen

Proxy-Fragen

CO₂- oder Präsenzregelung vorhanden?
Natürliche Lüftung der Hauptnutzungsräume möglich?
Wohlbefindens-Parameter 3/9

Tageslicht & Besonnung

Besonnungsdauer 1. Februar – 21. März

Hinweis
Tageslicht und Besonnung haben einen wesentlichen Einfluss auf das Wohlbefinden, die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Nutzer.
Ausreichendes natürliches Licht unterstützt den Biorhythmus und verbessert die visuelle Wahrnehmung sowie die Aufenthaltsqualität.
Im Health Score werden Tageslicht und Besonnung als Wohlbefindens-Parameter bewertet.
Je besser die natürliche Belichtung und Besonnung eines Gebäudes, desto höher fällt die Bewertung aus.
Nicht erreicht
Besonnung< 1,5 h
Gering
Besonnung≥ 1,5 h
Mittel
Besonnung≥ 3,0 h
Hoch
Besonnung≥ 4,0 h
?
Unsicher
→ Proxyöffnen
Die Uhr zeigt den Anteil der geforderten Besonnungsstunden an einem 24-Stunden-Tag.

Proxy-Fragen

Aufenthaltsräume nach Süden/Osten?
Fenster überwiegend unverschattet von umliegenden Gebäuden?
Wohlbefindens-Parameter 4/9

Kunstlicht

Beleuchtungsqualität und Anpassbarkeit

Hinweis
Kunstlicht ergänzt das Tageslicht und ist entscheidend für die visuelle Qualität und das Wohlbefinden der Nutzer.
Eine gute Beleuchtung unterstützt die Sehaufgaben, beeinflusst die Konzentration und kann sich positiv auf den Biorhythmus auswirken.
Im Health Score wird Kunstlicht im Rahmen der Wohlbefindens-Parameter bewertet.
Dabei spielen Aspekte wie Anpassbarkeit, Lichtintensität und Lichtfarbe eine wichtige Rolle.
Je besser die Beleuchtungsqualität, desto höher ist die erreichbare Bewertung.

LEDVANCE LUX-O-METER (iOS) · LEDVANCE LUX-O-METER (Android) – App zur Bestimmung des Kunstlichts
Gemeint sind steuerbare Leuchten (z. B. Tunable-White-/HCL-Systeme), die Helligkeit und Blauanteil des Lichts im Tagesverlauf automatisch oder per Zeitplan anpassen – morgens kühleres, aktivierendes Licht, abends wärmeres, gedimmtes Licht.

Der zirkadiane Rhythmus ist die innere 24-Stunden-Uhr des Menschen. Er steuert unter anderem Schlaf, Wachheit, Hormonproduktion und Konzentration. Licht spielt dabei eine entscheidende Rolle: Helles, kühles Licht fördert die Wachheit, während warmes, gedimmtes Licht den Körper auf die Nacht vorbereitet. Eine an den zirkadianen Rhythmus angepasste Beleuchtung kann das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit unterstützen.

Konkret bedeutet das: geeignet sind Leuchten mit steuerbarem Lichtspektrum ("Tunable White" bzw. Human Centric Lighting/HCL), die Helligkeit und Blauanteil im Tagesverlauf verändern können – z. B. morgens/mittags kühleres, blauhaltigeres Licht (aktivierend) und abends wärmeres, blauarmes Licht (beruhigend). Die Steuerung kann manuell per Dimmer/App erfolgen oder intelligent automatisiert sein (z. B. per Zeitplan, Tageslichtsensor oder smarter Lichtsteuerung/DALI-System).

Wohlbefindens-Parameter 5/9

Schalldämmung

Erhöhter Schallschutz nach DIN 4109-5

Hinweis
Die Schalldämmung beeinflusst maßgeblich das akustische Wohlbefinden und die Aufenthaltsqualität in Innenräumen.
Eine unzureichende Schalldämmung kann zu Lärmbelastung, Konzentrationsstörungen und Stress führen.
Im Health Score wird die Schalldämmung als Teil der Wohlbefindens-Parameter bewertet.
Je besser störende Geräusche reduziert werden und je höher die akustische Qualität, desto höher fällt die Bewertung aus.

Wie breitet sich Schall im Raum aus?
Schall trifft als Direktschall von der Quelle zum Ohr, wird aber auch an Wänden, Decke und Boden reflektiert (Nachhall). Harte, glatte Flächen reflektieren viel, weiche/poröse Materialien absorbieren Schall. Zwischen Räumen wird Schall zusätzlich über Bauteile (Wände, Decken, Fenster) sowie über Körperschall (z. B. Trittschall) übertragen.
Mögliche Maßnahmen: Akustikelemente/Absorber an Wänden oder Decke (reduzieren Nachhall und Raumlautstärke), schallschutzoptimierte Fensterkonstruktionen (reduzieren Schall von außen), schwimmender Estrich/Trittschalldämmung (reduziert Körperschall zwischen Geschossen).

DIN 4109-1 legt bundesweit gültige Mindestanforderungen an den Schallschutz fest. DIN 4109-5 definiert darüber hinausgehende, freiwillige erhöhte Anforderungen – deutlich wahrnehmbar besser als das Minimum, aber (anders als Teil 1) nicht gesetzlich vorgeschrieben, sondern nur verbindlich, wenn im Bauvertrag vereinbart. Konkret bedeutet "erhöht" gegenüber dem Mindestwert:
· Luftschalldämmung (z. B. Wohnungstrennwände): mind. 3 dB besser (Richtwert R'w ≥ 56 dB statt mind. 53 dB)
· Trittschallschutz (z. B. Trenndecken): mind. 5 dB besser (niedrigerer Wert = besser, z. B. L'n,w ≤ 45–46 dB statt ca. 50–53 dB)
· Geräusche gebäudetechnischer Anlagen (Heizung, Lüftung etc.): mind. 3 dB reduziert
Die genauen Zielwerte unterscheiden sich je nach Bauteil (Wand, Decke, Treppe) und Gebäudeart – die Angaben oben sind typische Richtwerte für Wohnungstrennwände/-decken zur Orientierung. Falls Ihnen die genauen Werte nicht bekannt sind, wählen Sie oben "Unsicher" – im Anschluss folgen einfachere, beobachtbare Proxy-Fragen.

Proxy-Fragen

Schalltechnisch optimierte Fenster vorhanden? (Mehrfachverglasung mit erhöhtem Schalldämm-Maß, z. B. asymmetrischer Scheibenaufbau oder spezielles Schallschutzglas – reduziert von außen eindringenden Lärm)
Maßnahmen zur Trittschallreduktion vorgesehen? (z. B. schwimmender Estrich, Trittschalldämmung unter dem Bodenbelag, entkoppelte Treppenkonstruktion – reduziert Geh-/Gehgeräusche, die in darunterliegende Räume übertragen werden)
Wohlbefindens-Parameter 6/9

Raumakustik

Schalldruckpegel, Hintergrundgeräusche & Nachhallzeit

Hinweis
Die Raumakustik beschreibt, wie sich Schall innerhalb eines Raumes ausbreitet und wahrgenommen wird.
Eine gute Raumakustik sorgt dafür, dass Sprache klar verständlich ist und störende Nachhall- oder Geräuscheffekte minimiert werden.

Im Health Score wird die Raumakustik als Teil der Wohlbefindens-Parameter bewertet.
Je besser die akustischen Bedingungen im Raum, desto höher ist die Nutzerzufriedenheit und die erreichbare Bewertung.

Maximaler Schalldruckpegel

Hintergrundgeräusche

Empfohlene Höchstwerte für den Dauerschallpegel durch Hintergrundgeräusche. Werden diese in den jeweiligen Raumarten erreicht?

Zur Einordnung – was bedeuten die dB(A)-Werte? Dezibel (dB) misst die Lautstärke logarithmisch; +10 dB entspricht etwa einer Verdopplung der gefühlten Lautstärke. Zur Orientierung: Flüstern ≈ 30 dB, normales Gespräch ≈ 60 dB, Straßenverkehr ≈ 70–80 dB.

Selber bestimmen: Dezibel X – dBA Lärm Messgerät (iOS) · phyphox (iOS & Android, RWTH Aachen) – kostenlose Alternative mit Mikrofonsensor, nicht speziell für dB(A)-Normmessung kalibriert

Raumakustische Eigenschaften (Nachhallzeit)

Wird die maximale Nachhallzeit T in den jeweiligen Raumarten eingehalten?

Selber bestimmen: acousticcheck.com – Smartphone-Messungen liefern hier nur eine grobe Orientierung, keine normgerechte Messung nach DIN EN ISO 3382
Wohlbefindens-Parameter 7/9

Bedarfsgerechte Büroräume

Zonierung und Flexibilität von Büroflächen

Hinweis
Bedarfsgerechte Büroräume bieten unterschiedliche Bereiche für unterschiedliche Tätigkeiten und Bedürfnisse.
Eine gute Zonierung ermöglicht sowohl konzentriertes Arbeiten als auch spontanen Austausch und fördert dadurch Produktivität und Wohlbefinden.

Im Health Score wird bewertet, ob die Büroflächen bedarfsgerecht gestaltet sind. Nur wenn alle vier Kriterien erfüllt sind, wird die volle Punktzahl erreicht.
Kreuzen Sie an, welche der folgenden Bereiche im Büro vorhanden sind:
Entscheidungsregel: Ab 3 von 4 vorhandenen Bereichen gilt die Frage als "Ja" erfüllt.
→ Ergebnis: noch keine Auswahl
Wohlbefindens-Parameter 8–9/9

Weitere Parameter

Aussicht, Farbkonzept, Materialkonzept, Zugang zur Natur

Aussicht

Hinweis
Die Aussicht aus Innenräumen hat einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Nutzer.
Der Blick nach außen, insbesondere in natürliche oder qualitativ hochwertige Umgebungen, kann Stress reduzieren und die Aufenthaltsqualität verbessern.
Im Health Score wird die Qualität der Aussicht als Teil der Wohlbefindens-Parameter bewertet.
Je besser die visuelle Verbindung zur Außenwelt, desto höher ist die erreichbare Bewertung.

Farbkonzept

Hinweis
Das Farbkonzept eines Gebäudes beeinflusst die Wahrnehmung, Orientierung und das Wohlbefinden der Nutzer.
Farben können Stimmungen erzeugen, die Konzentration fördern oder zur Entspannung beitragen.
Im Health Score wird bewertet, ob ein durchdachtes und nutzungsorientiertes Farbkonzept vorliegt.
Je besser Farben gezielt eingesetzt werden, desto höher ist die erreichbare Bewertung.

Materialkonzept

Hinweis
Das Materialkonzept eines Gebäudes beeinflusst sowohl die Wahrnehmung als auch die Aufenthaltsqualität der Innenräume.
Natürliche und schadstoffarme Materialien können das Wohlbefinden fördern und eine angenehme Atmosphäre schaffen.
Im Health Score wird bewertet, ob ein durchdachtes und gesundheitsorientiertes Materialkonzept vorliegt.
Je bewusster Materialien ausgewählt und eingesetzt werden, desto höher ist die erreichbare Bewertung.

Zugang zu Natur

Hinweis
Der Zugang zu Natur hat einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden, die Erholung und die Gesundheit der Nutzer.
Grünflächen in der Nähe oder direkte visuelle und physische Zugänge zur Natur können Stress reduzieren und die Aufenthaltsqualität deutlich verbessern.
Im Health Score wird bewertet, ob ein einfacher Zugang zu natürlichen Umgebungen vorhanden ist.
Je besser und direkter dieser Zugang ist, desto höher fällt die Bewertung aus.
Ergebnis

Ihr Health Score

Gesundheits-Parameter

Wohlbefindens-Parameter

Empfehlungen